10 simple Selbstfürsorge-Tipps für deinen Alltag

Selbstfürsorge. Das hört sich erstmal ziemlich altmodisch und uncool an. Es ist ein Wort, das eher danach klingt als sollten es meine Großeltern benutzen, aber doch nicht ich mit meinen 24 Jahren. Dabei beschreibt dieses Wort etwas ganz Einfaches und Wichtiges: Sich selbst regelmäßig etwas Gutes tun, für die mentale und die körperliche Gesundheit. Und auch wenn Selbstfürsorge vielleicht etwas umständlich klingt, muss sie das gar nicht sein. Hier zeige ich euch 10 super leichte Selbstfürsorge-Momente, die ihr in euren Alltag integrieren und mit denen ihr vielleicht sogar noch etwas Spaß haben könnt.

Zieh dein Lieblingsoutfit an

Fangen wir mal ganz simpel an mit: Zieh dein Lieblingsoutfit an. Dieser Tipp wirkt auf einige vielleicht oberflächlich oder materialistisch, aber darum geht es hierbei nicht. Euer Lieblingsoutfit muss weder besonders teuer, noch besonders schön oder von irgendeiner besonderen Marke sein. Es muss einfach etwas sein, indem ihr euch pudelwohl fühlt. Ich habe zum Beispiel viele verschiedene Lieblingsteile und je nach dem in welcher Stimmung ich mich befinde, suche ich das aus, in dem ich mich an diesem Tag am wohlsten fühle. An Tagen, an denen ich mich eher erschöpft und ausgelaugt fühle trage ich am liebsten meine bequemste Lieblingsjeans und ein weites Longsleeve oder einen Kuschelpulli. An anderen Tagen, an denen ich mich gut und motiviert fühle, trage ich andere Lieblingsteile, die die Stimmung des Tages unterstreichen. Aber manchmal trage ich meine gute Laune-Teile auch an Tagen, an denen sie absolut im Keller ist. Und warum? Weil ich das Gefühl habe, dass manchmal das Innere dem Äußeren folgt. Ihr kennt bestimmt die Aussage, dass man Lächeln soll, wenn man unglücklich ist, weil das „innere Lächeln“ alleine durch die Bewegung des Mundes irgendwann folgt. Ich persönlich kann das zwar nicht zu 100% bestätigen, aber grundsätzlich mache ich mit meiner Kleidung etwas Ähnliches: Ich wähle Kleidungsstücke, in denen ich mich wohl, glücklich, kompetent oder selbstsicher fühle und zu einem gewissen Grad nimmt mein Unterbewusstsein dieses Gefühl im Laufe des Tages an. Natürlich funktioniert das (wie mit dem Lächeln) nicht so gut, wenn man gerade in einer schlimmen depressiven Phase steckt. Aber im Zweifelsfall, finde ich, ist selbst dann ein Lieblingsstück immer besser als ein Nicht-Lieblingsstück, oder?

Iss etwas Gesundes

Dass gesunde Ernährung wichtig ist, wissen wir glaube ich alle. Aber ebenso weiß ich, dass es schwierig ist, sich wirklich immer komplett gesund zu ernähren. Manchmal kommt Stress oder Erschöpfung dazwischen. Manchmal auch einfach pure Faulheit oder besonders starke Pizza-Gelüste. Und das ist auch okay so. Denn das sind auch alles Signale des Körpers und auf die sollte man hören. Aber grundsätzlich ist gesundes Essen nicht nur für die körperliche sondern auch für die mentale Gesundheit sehr wichtig. Denn gesundes Essen enthält wichtige Nährstoffe, die wir brauchen um ausgeglichen und glücklich zu sein. Hier sind ein paar Lebensmittel, mit denen ihr euch, eurem Körper und auch eurer Seele etwas Gutes tut:

Fisch, der reich an Omega-3-Fettsäuren ist, wie zum Beispiel Lachs oder Thunfisch, kann die Produktion von Dopamin und Serotonin beeinflussen. Ein Mangel dieser Botenstoffe im Gehirn begünstigt unter anderem die Entstehung einer Depression.

Orangen können die Stimmung positiv beeinflussen und reduzieren dadurch Reizbarkeit, Depression und Angstzustände.

Ich esse beinahe jeden Tag eine Handvoll Nüsse, denn die wirken sich ebenfalls positiv auf den Serotoninspiegel aus und schützen außerdem noch vor Krebs – was will man mehr.

Lebensmittel mit Folsäure sind auch wichtig für die mentale Gesundheit, da ein Mangel davon beispielsweise mit Depressionen und Schlafstörungen in Verbindung steht. Gute Quellen dafür sind zum Beispiel Spinat und Brokkoli.

Zusätzlich soll eine ballaststoffreiche Ernährung ebenfalls gut für die Psyche sein: Es gibt Studien, die Salate, Vollkornprodukte und Gemüse mit einem geringeren Depressionsrisiko in Verbindung bringen.

Gönn dir ein Stückchen Schokolade

Klar, gesunde Ernährung ist wichtig, aber das heißt nicht, dass man sich nicht auch ab und zu etwas zu Naschen gönnen darf! Ich glaube, dass es besser ist hin und wieder mal ein Stückchen Schokolade, eine Handvoll Chips oder auch den Burger oder die Pizza zu genießen, als einem strikten Diätplan zu folgen, der nichts davon erlaubt. Denn früher oder später wird eine Heißhungerattacke kommen, in der man dann alles Ungesunde, das man in die Finger bekommt, auf einmal isst. Deshalb lieber von Anfang an in Maßen Naschen 🙂 Und nicht zu vergessen, dass ein bisschen Schokolade ebenfalls den Serotoninspiegel anhebt und deshalb gleich doppelt glücklich machen kann.

Mach einen Spaziergang

Klingt wieder mal langweilig und nach etwas, womit Omas und Opas ihre Zeit verbringen. Aber spazieren gehen ist einfach absolut gut für unseren Körper. Ich gebe zu, dass ich mich auch nicht annähernd so oft dazu aufraffen kann, wie ich es gerne hätte (oder wie es gut für mich wäre). Aber wenn ich doch mal spazieren gehe, dann fühl ich mich danach viel besser. Die Kombination aus Bewegung, frischer Luft und Tageslicht ist gut für Kopf und Körper, und wenn man dann auch noch etwas Grün dabei sieht, ist das einfach Entspannung pur. Spaziergänge in der Natur bauen Stress ab, bringen den Kreislauf in Schwung, beruhigen den Puls und machen gute Laune – alles wissenschaftlich bewiesen.

Tanz ausgelassen für 5 Minuten

Kennt ihr auch diese Filme und Serien, in denen die Protagonistinnen einfach so anfangen alleine in ihren Wohnungen herum zu tanzen? Ich hab das auch mal ausprobiert und obwohl es sich im ersten Moment total absurd anfühlt, tut es tatsächlich gut. Wenn man sowieso schon gute Laune hat und gerade ein gutes Lied hört, dann bewegt man sich fast schon automatisch mit. Aber versucht es doch auch mal, wenn ihr euch überhaupt nicht nach bewegen geschweige denn tanzen fühlt. In der Zeit, in der es mir sowohl körperlich als auch psychisch schlecht ging, habe ich mich manchmal selbst dazu „gezwungen“, 5 Minuten mit minimalem Bewegungsaufwand auf ein oder zwei meiner Guilty Pleasure Lieder zu tanzen. Es hat sich total seltsam angefühlt, mich in diesem Gemütszustand zu Musik zu bewegen, aber nach nur 5 Minuten ging es mir ein bisschen besser. Noch lange nicht gut, aber auch nicht mehr ganz so schlecht wie davor. Und wenn die Kombination aus Bewegung und Musik schon in solch einer schlechten Stimmung glücklicher macht, dann stellt euch erstmal vor wie gut es tun wird, wenn ihr eure Laune nicht erst aus dem Keller holen müsst.

Sei freundlich zu Fremden

Habt ihr schonmal von dem sogenannten Helper’s High gehört? Wahrscheinlich nicht, ich bin auch erst vor einigen Monaten darauf gestoßen. Im Grunde bedeutet es, dass anderen gegenüber freundlich zu sein oder ihnen gar zu helfen ein Hochgefühl im Körper auslöst. Es ist quasi wie eine komplett kostenlose, legale und gesunde Droge. Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr in der Stadt unterwegs seid und eine fremde Person lächelt euch grundlos an – und ihr lächelt zurück? Jedes Mal wenn mir das passiert spüre ich das Helper’s High (und das ohne auch nur einen Finger gerührt zu haben). In diesem kurzen Moment werden nämlich ohne, dass man wirklich etwas dafür tun musste, Endorphine freigesetzt. Und dasselbe passiert z.B. wenn man jemandem an der Supermarktkasse vorlässt, den eigenen Sitzplatz in der U-Bahn anbietet, beim Tragen von schweren Taschen hilft, jemandem den Weg erklärt etc. Mit solchen Kleinigkeiten tut ihr nicht nur jemand anderem etwas Gutes, sondern euch gleich mit.

Nimm ein heißes Bad

Beim Baden scheiden sich glaube ich die Geister: Entweder man steht total darauf oder man kann den ganzen Hype darum nicht verstehen. Ich gehöre ehrlich gesagt eher zur letzteren Kategorie. Aber trotzdem muss ein heißes Bad (Achtung: nicht heißer als 36-38 Grad) wegen seiner bewiesenen entspannenden Wirkung mit auf dieser Liste stehen. Nur 15 Minuten in der Badewanne führen schon dazu, dass Gelenke und Muskeln entlastet, Herz und Lunge stabilisiert, die Durchblutung gefördert und das vegetative Nervensystem beruhigt werden. Um nach einem stressigen Tag wieder herunter zu kommen ist deshalb ein angenehmes Bad weitaus effektiver als zum Beispiel vor dem Fernseher auf dem Sofa zu liegen. Und noch schöner wird das Erlebnis mit der passenden Stimmung: Wenn ich doch mal bade, dann dürfen Kerzen, Lichterketten und entspannende Musik auf keinen Fall fehlen!

Hör deine Lieblingslieder

Musik geht direkt ins Herz. Ich glaube wir haben alle unsere Lieblingslieder und genau die sollten wir öfter hören, denn kaum etwas kann so schnell so tiefe Emotionen hervorrufen wie Musik. Ich glaube, dazu muss ich gar nicht viel mehr erklären. Wer trotzdem mehr über die psychologische Macht der Musik lesen will, kann das zum Beispiel hier tun.

Erzähl einem Freund oder einer Freundin etwas, das dich beschäftigt

Total banal, oder? Es tut so gut, wenn man anderen erzählt, was einen gerade beschäftigt, und trotzdem tun wir es zu selten. Ich tue es zumindest viel zu selten, vielleicht habt ihr das Problem ja gar nicht, dann dürft ihr diesen Absatz gerne überspringen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich gerade über Dinge, die mich belasten, sehr ungern spreche. Ich hoffe in solchen Momenten zwar manchmal, dass mein Gegenüber es aus irgendwelchen Gründen erahnt und mich explizit danach fragt, so dass ich darüber reden kann. Aber das ist natürlich Quatsch. Wenn ich über etwas reden möchte, dann muss ich den ersten Schritt tun und davon erzählen. Es reicht nicht aus darauf zu hoffen, dass andere auf magische Weise wissen, was ich gerade von ihnen erwarte. So funktioniert das leider nicht. Deshalb setze ich mir mittlerweile kleine „Ziele“ und nehme mir bewusst vor, an Tagen an denen mich etwas belastet mindestens einer Person zu erzählen, wie es mir wirklich geht und wieso. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, manchmal sind es größere Probleme. Aber egal was es ist, jedes Mal, wenn ich das, was mich gerade herunter zieht ausspreche, fühle ich mich sofort ein kleines Stückchen leichter.

Lies ein gutes Buch

Als Kind war ich eine totale Leseratte und langsam weiß ich wieder weshalb. Ich liebe es in Geschichten einzutauchen und dadurch meinen Alltag und meine persönlichen Probleme zu vergessen. Und glücklicherweise ist das auch noch total gesund! Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob man lieber Romane, Sachbücher oder ausführliche Zeitungsartikel mag, nur wenige Minuten interessiertes Lesen reduziert schon deutlich Stress und Anspannung. Und wenn man dann noch etwas liest, das einen inspiriert, den eigenen Horizont erweitert oder dazu führt, dass man die Welt vielleicht kurzzeitig mit positiverem Blick betrachtet, dann ist das ein doppelter Gewinn. (Außerdem verringert regelmäßiges Lesen das Risiko später an Demenz oder Alzheimer zu erkranken – also ran an die Bücher!)

So, das waren sie, meine 10 simplen Selbstfürsorge-Tipps. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und ihr probiert den ein oder anderen Mal aus. Wie immer freue ich mich über Feedback und wünsche euch alles Gute!

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